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Polo Hofer & Band – Mühle Hunziken 31. Mai 2014

Mit grosser Freude und voller Neugierde, wie es dem Polo wohl geht, machte ich mich auf, wieder mal wie jedes Jahr ein Konzert mit Polo & Band zu geniessen.

 

Ich weiss, dass es Polo Fans gibt, die seit Jahren möglichst jedes Konzert von Polo besuchen. Mein Mann und ich sind auch treue Polo Fans, lieben aber die Abwechslung mit anderen Künstlern und besuchen die Konzerte von Polo regelmässig zweimal pro Jahr und mindestens drei andere Gesangskünstler wie Simple Minds, Philipp Fankhauser, Neil Diamond und auch wenn Can of Beans ab und zu einen sogenannten Gig haben schauen und hören wir auch dort mal rein. (weil wir die alle kennen und unser jüngster Sohn da auch mitmacht)

 

Nun zurück zum Konzert in der Mühle Hunziken mit Polo.

Er begann mit einem Knaller – Alperose und das ganze Publikum war wie elektrisiert. Es war ganz einfach unglaublich was Polo dort geboten hat. Noch nicht vor langer Zeit war es so krank und schwach und dann das Wiedersehen auf der Bandbühne mit so viel Kraft und Ausdruck. Einfach überwältigend! Polo und die Band nahmen uns mit auf eine musikalische Reise und erfreuten, überraschten und beglückten uns mit Liedern die er und die Band selten - und eines, das er erstmals Live gesungen hat. Geschickt war die Auswahl der Songs, die Polos Stimme, - die durch die Jahre und die Stimmbandkrankheit gelitten hatte, angepasst war. Das Konzert mit den Gastsängern Bruno Dietrich (Sohn von Marc Dietrich – der  Legendären Peter, Su und Marc), sowie ein junger kanadischer Sänger mit Gitarre (von Polo in Oberhofen entdeckt) erfreuten uns mit ihrer Stimme. Besonders schön war auch Mario Capitanio mit Purple Rain. (ist seit Jahren in Polos Band mit Gitarre, Ukulele usw.)

 

Übrigens, - die Schwiegermutter des jungen Kanadiers sass neben mir, war freudig  aufgeregt und ganz überwältigt von den vielen Eindrücken die neu für sie waren, denn sie war noch nie vorher in der Mühle Hunziken und erst einmal an einem Konzert mit Polo als er in Oberhofen mit der Band auftrat. Ich konnte sehr gut mit ihr Fühlen und erinnerte mich an mein allererstes Polokonzert, das war auf der Wäckerschwend, dann mein zweites Konzert bei Polo in der Mühle Hunziken, das mich und meinen Mann so begeisterte. Ich erinnere mich, dass ich das Gefühl hatte ich könnte Durchdrehen, vor Freude an die Decke gehen und im Pulk der anderen Fans mich voll gehen lassen, - das als Fan im fortgeschrittenen Alter mit erwachsenen Kindern und nur wenige Jährchen jünger als Polo. Genau diese Gefühle auszuleben erlaube ich mir bei den Konzerten von Polo, denn da ist man mit Gleichgesinnten zusammen, im ähnlichen Alter und darf abfeiern und sich gehen lassen, ohne sich genieren zu müssen.

Es war für mich eine zusätzliche Freude, die Schwiegermutter des jungen Kanadasängers neben mir zu erleben, die an diesem Abend so unendlich glücklich war und sehr stolz auf ihre Kinder und den Schwiegersohn. Sie war so fassungslos über Polos liebevollen Empfang ihrer Familie. Ich weiss nicht wie sie heisst, diese glückliche Frau, ich weiss nur dass sie auch eine Oberhoferin ist und diesen Tag niemals in ihrem Leben vergessen wird.

Nachdem das grandiose Konzert vorüber war drückten wir uns ganz fest die Hände und weg war sie. Das Glück dieser Frau machte auch mich glücklich und wem haben wir das zu Verdanken – nein dieses mal nicht den Ricola Täfeli, - sondern Polo Hofer.

 

Nach dem Konzert holte ich mir bei Polo noch ein Autogramm das mir in einem seiner Bücher die ich besitze, noch fehlte und durfte mich mit ihm als Erinnerung fotografieren lassen. Polo hat mit seinen Fans absolut keine Berührungsangst, hört geduldig zu und ist absolut lieb.

Beim nächsten Konzert nehme ich einen der Weine mit die ich habe, mit einer Künstleretikette vom Polo gestaltet und werde die signieren lassen. Darauf freue ich mich schon jetzt.

 

Wie oben erwähnt war Polo ja schon ein paar Mal sehr krank und wir Fans hatten sehr Angst um ihn, dass er plötzlich nicht mehr unter uns sein würde. Für mich und sicher für alle Polo Fans ist der Gedanke daran sehr schmerzhaft, unangenehm und wird begleitet mit einem Gefühl wie „Längizyti“.

 

 

 

 

 

Vor Jahren schrieb ich dem Polo zum Geburtstag ein paar Zeilen und verglich ihn mit einem Unkraut. Vielleicht sind nun einige entsetzt – aber lest die Zeilen wie das gemeint ist. In meinen Augen gibt es sogenannte Unkräuter, die wunderschön, sehr stark und stabil sind, die nach einem Sturm immer wieder aufstehen, sich aufrichten und zumindest meine Augen erfreuen. Vielleicht sogar ihre Augen, der Leser und Leserinnen.

 

Hier ist ein Teil des Textes, den ich Polo zum 60. Geburtstag geschrieben habe

Zitat:

Polo Hofer ist wie das Gras und die Blumen auf dem Bild. Stark bodenhaftend, ein Unkraut für viele, ein wunderschönes Naturgras für andere, biegsam im Wind, unverwüstlich im Regen, wechselfarbig vom Licht bestimmt, langlebig und zäh, stark regenerierend, ganz einfach fast unverwüstlich.

Wer Unkraut nicht mag, der vermag auch nie die Schönheit der Natur zu erkennen.

Zitat Ende.

 

Ich wünsche Dir Polo noch ein paar schöne Jahre ohne Krankheiten und ich weiss, dass wir Fans uns irgendwann daran gewöhnen müssen, dass wir Deine Konzerte nicht mehr besuchen und geniessen können weil irgendwann Deine Kraft nicht mehr reicht, Du müde bist und im Kreise Deiner Familie verweilen willst.

 

Bis dahin und darüber hinaus sage ich Dir, - Du bist ein grossartiger Mensch und Künstler und ich hab dich für immer sehr lieb und wünsche Dir nur das Beste mit Deiner Frau Alice, und Deiner Familie.

 

Veronika Schneider

 

           

Bild unten:

Wegwarte - wächst als „Unkraut“ an Wegrändern und in nicht gedüngten Wiesen

 

 

© Veronika Schneider 03. Juni 20174