Willkommen bei meinen Reiseberichten und Geschichten Willkommen bei meinen Reiseberichten und Geschichten Willkommen bei der Hornussergesellschaft Langnau-Berge im Emmental Willkommen bei der Hornussergesellschaft Langnau-Berge im Emmental Willkommen bei der Hornussergesellschaft Langnau-Berge im Emmental Polo Hofer - Fanbericht 2008

polo

22.11.2008 ein denkwürdiger Tag

Zusammentreffen mit Polo Hofer

 

Ein Traum geht in Erfüllung

 

Dies ist eine Fortsetzungsgeschichte vom ersten Fanbericht über Polo Hofer und wie ich sein Fan wurde.

 

Schon vor ganz vielen Jahren habe ich mir gewünscht meinen liebsten Mundart-Rocksänger Polo Hofer einmal zu treffen und ihm persönlich zu sagen wie sehr mir seine Musik gefällt. Seit ich die Website für die Hornusser Langnau-Berge erstellt habe und sie betreue, durfte ich auf Anfrage bei Polo Hofer, seine Musik in diese Seiten integrieren und aufschalten.

 

Viele Menschen habe ich dadurch erfreut, ganz besonders Mayra und ihre Familie und Freunde in Kuba die Zugang zum Internet haben. (Mayra’s Familie wird von mir betreut und unterstützt, ähnlich wie es Patenschaften für Kinder gibt)

 

Ab und zu wäre die Gelegenheit da gewesen Polo Hofer anzusprechen, sei es bei einem Konzert, in Bern, Thun oder sonst wo. Immer hat mir der Mut gefehlt, oder eine innere Stimme hat mir und meinem Mann gesagt, nein dies ist kein guter Zeitpunkt.

 

Durch das Aufschalten von Polo’s Musik in unserer Website, haben sich seither mit Ihm schriftliche Kontakte per E-Mail ergeben, die regelmässig sind und ab und zu auch beantwortet werden. Infolgedessen wurde mein Wunsch ihn zu treffen und mich zu erkennen zu geben immer grösser. Da gab es aber ein ganz grosser ABER – denn es war und ist mir ganz wichtig, dass er mich richtig wahrnimmt und dann ein andermal weiß wer ich bin. Es wäre für mich unerträglich wenn er von mir denken  würde – uh nei, die wott ig nid gseh – und sich schnell abwendet. Es gibt halt Fans die lassen ihm nirgends seine Ruhe und immer und überall will jemand etwas von ihm.

 

Solche Fans waren mein Mann und ich nie, immer haben wir all die Jahre Polo’s Privatleben respektiert und ihn nirgends angequatscht.

 

In diesem Sommer habe ich ein kurzes Gedicht von Polo gelesen und fühlte mich dadurch beflügelt ihm mittels dieses Gedichts mitzuteilen wann und wo ich ihn treffen möchte – denn auch Polo war nach den letzten Jahren sicher ein wenig neugierig wer ich eigentlich bin.

 

Den ganzen Sommer lang

hab ich

auf Dich gewartet

 

Wunderbares

wollte ich

Dir sagen

 

Den ganzen Sommer lang

hab ich

Dich geträumt

 

Nun trägt die Schwalbe

meinen Traum zum Mittag hin

Und der Sommer

ist gegangen

bevor Du kamst.

 

Nun ist der Herbst da

 

Leuchtende Farben

Blätter tanzen im Wind

Graue Nebel

 

Die letzten Schwalben

kreisen am Himmel

nicht alle Träume werden war

 

Bald kommt der Winter

sanft fallen weisse Kristalle vom Himmel

Kälte umhüllt die Hügel

 

Die Sonne auf dem Hügel

leuchtet in der Nacht

Musik erklingt

Deine Musik

 

Ich werde da sein

Manchmal werden Träume war.

 

Polo Hofer

Veronika Schneider

 

Für Polo bedeutet dieses Gedicht eine unerfüllte Sehnsucht nach etwas das er noch erwartet, etwas das noch nicht eingetroffen ist. (Vielleicht meint er damit seine Stimme, von der er erhofft, dass sie sich wieder erholt und so wird wie sie einst war. – Hoffen wir, dass dies was er sich erhofft in Erfüllung gehen wird – so wie mein Traum durch ihn erfüllt worden ist)

 

Willy (mein Ehemann) und ich machten uns im Herbst auf um die Tickets für das Konzert auf besagtem Hügel (Wäckerschwend) zu kaufen. Dort kam ich ins Gespräch mit Bänz (Chef und Besitzer der Wäckerschwend) und er sagte uns, dass wir am besten bereits am frühen Abend dort sein sollen, dann habe der Polo am besten Zeit um mit seinen Fans zusammen zu kommen. Er werde dafür sorgen, dass wir einen ruhigen Platz haben werden.

Je näher dieser Termin rückte, desto nervöser wurde ich. Vorfreude und gespannte Erwartung lösten sich ab. Wie wird Polo reagieren, wie würde ich reagieren? Mein Mann wusste nicht so recht wie er mit der Situation umgehen sollte. Er warnte mich, dass ich nicht zuviel erwarten solle. Sicher werde der ganze Spuck nach 10 – 15 Min. vorbei sein und Polo vielleicht nicht einmal genau wissen wer da eigentlich vor ihm stehe.

Willy sagte: “Schatz, - Dir zu liebe werde ich es in kauf nehmen und sooooo viele Stunden vor dem Konzert mit Dir dorthin gehen. Erwarte aber wirklich nicht viel, denn es ist besser nichts zu erwarten als viel zu erwarten und dann enttäuscht zu werden.“

Am Konzerttag machten wir uns also auf den Weg, beide angespannt und trotzdem in freudiger Erwartung.

Es hatte noch nicht viele Leute im Restaurant Sonne auf der Wäckerschwend. Bänz erkannte mich sofort wieder und als wir am Nachtessen waren sagte er, dass der Polo zu uns kommen werde.

Ihr könnt mir glauben, dass Essen war wirklich gut und trotzdem hatte ich plötzlich keinen Hunger mehr. Meine Magennerven revoltierten und ich hatte einen Knoten im Hals, dies vor lauter Anspannung. Es ist doch nicht alltäglich einen Menschen zu treffen, den man gern hat und dessen Musik mich seit über dreissig Jahren begleitet und begeistert.

Und dann stand er plötzlich da, Polo Hofer, der Mensch den ich schon sooo lange bewundere.

 

Gefühlsbeschreibung: aus einem Polo-Song

U jetz bini in Memphis!

Es isch als wär i irgendwie amne Ziel!

I bin in Memphis!

Und es isch es unbeschryblechs Gfüehl!

 

Meine Gefühlsbeschreibung: analog wie der Song oben

U jetz sta i vor em Polo!

Es isch als wär i irgendwie amne Ziel!

I sta vor em Polo!

Und es isch es unbeschryblechs Gfüehl!

 

Er begrüsste mich und Willy und setzte sich mir gegenüber an den Tisch.

Nach der Begrüssung erhob sich mein Mann, - tat kund, dass er an die frische Luft gehen wolle und liess mich mit Polo alleine. Er hatte mir dies vorgängig schon gesagt, dass er mich die Zeit mit Polo alleine geniessen lassen wolle, er würde da nur stören.

Nun getraute ich mich Polo direkt in die Augen zu schauen und es hat mich sehr verwirrt. Polo ohne Brille, Polo fast ein bisschen privat nur halboffiziell hat er mir auch direkt in die Augen geschaut. Es hat mich nicht nur verwirrt, sondern es hat mich auch fast umgehauen, dass es möglich ist, dass ein erwachsener Mensch mit fast gleich vielen Jahren auf dem Buckel wie der Polo selber, in ein solches Gefühlschaos stürzen kann, dass ich stotterte. Nachdem ich ein paar Mal tief Luft geholt hatte kam der Puls langsam runter und ich erkundigte mich beim Polo: „Weißt Du wer ich eigentlich bin?“ Seine Antwort war: „Ja, du bist die Hornusser-Vreni“. (Polo weiß schon dass ich Veronika heisse, aber für ihn bin ich die Hornusser-Vreni, - und Polo ist die einzige Person die mich so nennen darf)

Für mich war das Gespräch und das Zusammensein mit Polo nun lockerer aber gleichwohl sehr konzentriert. Jede Minute habe ich genossen und festgestellt, dass ich mich mit ihm gut unterhalten kann, denn er ist ein Fischemann wie auch mein Mann es ist. Polo sagte dass Fische gegen den Strom schwimmen und dadurch immer neues entdecken und erforschen und nur tote Fische mit dem Strom schwimmen. Diese Erfahrung habe ich mit meinem Fischemann auch gemacht und dies seit über 35 Jahren, solange sind wir nämlich schon verheiratet.

Dann kam mein Mann wieder zu uns und kurze Zeit plauderten wir noch zu dritt. Mittlerweilen war es 19.00 Uhr und Polo schaute auf die Uhr. Ich konnte es kaum fassen aber die die Zeit ist so schnell vergangen und es waren keine 10 – 15 Min. die Polo mit mir verbracht hat, sondern fast eine Stunde.

Nun durfte ich mich mit ihm fotografieren lassen. Zuerst ohne Brille, (dies sind meine ganz privaten Fotos, die nicht in der Website aufgeschaltet werden) dann das offizielle Fanfoto mit Brille, die dürfe ich auf der Website veröffentlichen meinte Polo zu mir.

Die Fotos machte eine junge Frau, die vom Alter her meine Tochter sein könnte. Als es ans Fotografieren ging, anerbot sie sich ganz schnell, um Polo und mich abzulichten, - mit der Bitte an Polo bitte auch ein Foto mit ihr.

Dann kam der Abschied von Polo und die Vorfreude auf das Konzert, das wir dann sehr genossen haben. Polos Stimme ist durch die Stimmbandkrankheit rauer und weniger kräftig geworden. (er hatte einen Knoten auf dem Stimmband, der mittels Bestrahlung entfernt werden musste)

Das ganze Konzert hat er live gesungen und nie Playback gebraucht. Dies ist absolut fantastisch und für ihn sicher sehr anstrengend.

 

Für mich seinen jahrelangen Fan, war dieses Zusammentreffen ein absoluter glücklicher Tag, den ich nie vergessen werde.

Das „Tüpfli auf dem i„ war dann noch als mir mein Mann erzähle, dass als er nach seinem Spaziergang zurückkam und in die Gaststube eingetreten ist, fast alle Anwesenden die Köpfe nach Polo gedreht hatten und alle haben in die Richtung geschaut und gehorcht wo wir gesessen sind und sich wohl gefragt haben, - warum der Polo gerade bei mir sei.

Ich selber habe davon gar nichts bemerkt, denn ich war zu beschäftigt mit Polo zu plaudern und zwar so, dass es ihn  nicht langweilte. Es hat ihn wohl nicht gelangweilt, denn sonst wäre er nicht so lange dageblieben.

Die Fotos mit Polo freuen mich sehr und es ist mir eine grosse Ehre, dass die Fanfoto mit Polo eine Nähe zeigt, dass Polo sich auch wohl gefühlt hat.

 

DANKE  Polo – ich werde für immer und ewig Dein Fan bleiben.

 

polo (6)-t

Mystic Polo

 

 

polo (7)-t

Füür u Flamme – brennender Sound

 

 

polo (8)-t

Magic Polo

 

 

 

© Veronika Schneider