Willkommen bei meinen Reiseberichten und Geschichten Willkommen bei meinen Reiseberichten und Geschichten Ferien in Oesterreich

Sommerferien in Saalbach – Österreich 2003

Das Urlaubsparadies im Salzburger Land

 

Wanderausflug auf den Schattberg (Konditionstest)

Zwölferkogel – Hohe Fenhab  (Zunge fast am Boden)

Eisriesenwelt – Die größte Eishöhle der Erde (meine Mutprobe)

 

Ankunft im Hotel Interstar in Saalbach

 

Nach einer problemlosen Autofahrt von Langnau i.E., ohne jegliche Pannen, ohne einen einzigen Autobahnstau, erreichten wir unser Ferienziel nach ca. 7 Stunden reiner Fahrzeit. Wir wurden im Hotel INTERSTAR sehr freundlich empfangen und sogleich zur Jausemalzeit eingeladen. Jause heisst in der Schweiz „Zvieri“ und in Deutschland sagen sie Vesper.

Nachdem wir unsere sieben Sachen in unserem Appartement verstaut hatten, beschlossen wir, uns als erstes ein Bier zu genehmigen um unseren Durst zu löschen. Der Oberkellner Toni (wie sein Titel genau lautet weiß ich nicht) machte uns mit den wichtigsten Dingen bekannt. Zum Beispiel, mit unserer Türschlosskarte konnten wir uns am Getränkeautomaten selber bedienen.

Also, nun saßen wir auf der Terrasse vor dem Hotel, ziemlich verschwitz und müde von der langen Autofahrt und genossen unsere erste österreichische Jause.

Ich - die Schreiberin dieses Ferienberichtes – wollte als erstes alle Kleider in die Schränke einräumen, denn es ist mir ein Gräuel in einem unaufgeräumten Zimmer zu sein, da fühle ich mich einfach nicht wohl.

Apropos Zimmer, das war ein richtiges Appartement mit Schlafzimmer, Wohnzimmer mit Kochnische, Bad und WC separat, - richtiggehend luxuriös.

Normalerweise könnten wir uns diesen Luxus nicht leisten – diesen Luxus haben wir einem  Feriengutschein zu verdanken.

 

Bevor ich nun zu unseren Wander-Ausflügen komme mache ich hier noch eine kleine Bewertung des Hotels.

 

Das Hotel:         Sehr schön und mit Liebe renoviert,

                        luxuriöse Zimmer, gehobener Standard.

Die Küche:         Erstklassig – ganz einfach sehr, sehr gut.

Küche Spezial:    Wer zur Jausezeit nicht im Hotel ist

                        bekommt auf Verlangen einen Jausesack.

                        (Zvieri oder Vesper) Inhalt ist –

                        zwei kleine Sandwichs, Salznüsse, Waffeln, Apfel

                        und ein Vitamindrink (sehr gut)

Das Personal:     Sehr freundlich, offen und aufmerksam.

Die Betreuung:   Ausgezeichnet – wer Fragen hat wird gut Beraten,

                        wer seine Ruhe haben will wird nicht behelligt.

Spezielles:         Wellness – Dampfbad, verschiedene Saunaarten

                        Whirlpool und ein Fitnessraum mit moderner

                        Gerätschaft.

Möglichkeiten:    Verschiedene Massagen für Gesundheit

                        und Wohlbefinden gegen Bezahlung.

                        (Wellnessbereich im Hotel)

                        Mountainbike Vermietung direkt im Hotel,

                        natürlich mit Helm. (für groß und klein)

                        Grosse Auswahl gute Betreuung.

 

 

Ein Wanderausflug direkt vom Hotel aus

 

Kurz studierten mein Mann und ich die Wanderkarte und da wir nicht geübte langjährige Bergwanderer sind, übersahen wir die Höhenunterschiede. Auf der Karte sieht alles halb so wild aus. Wir sahen uns an und entschieden spontan, wir gehen nicht dem Weg entlang, sondern direkt bei der Jausernalm hoch.

Unser Ziel war der Schattberg Ostgipfel. Also nun marschierten wir los immer ging es Bergauf manchmal ziemlich steil – bald schwitzten wir beträchtlich. Sehnsüchtig blickte ich immer wieder nach vorne in der Hoffnung, jetzt muss es doch endlich aufhören mit der Schinderei, jetzt muss doch mal ein flacheres Stück kommen. Nach fast einer Stunde waren wir zuoberst beim Jausernschilift und blickten hinunter auf Vorderglemm. Also, ich war schon enttäuscht, so geschwitzt und trotzdem noch nicht weiter.

Ich wollte eine Pause etwas trinken und zum Trost eine feine Waffel essen, die in unserem Jausesack war. Apropos Jausesack, 

Von da an war mir klar, das wird noch eine müde Angelegenheit. Ich verlangte nun, dass das Tempo etwas gemächlicher für mich besser sei, denn ich beabsichtige nicht einen Rekord zu machen um auf den Schattberg zu gelangen, ich wollte mehrere Pausen und dabei die Gegend betrachten, die Blumen, Gräser, Steine und das Kleingetier das da so umherkraxelt. Ich wusste gar nicht, dass frische Heidelbeeren so gut schmecken, denn bis anhin kannte ich nur die gekauften.

Unterwegs überholte uns noch ein Ehepaar aus Deutschland. Die beiden wollten wohl einen Rekord aufstellen so schnell waren die unterwegs. Als sie uns passierten sagte der Herr „So eine Schinderei“ und das freiwillig. Ich frage mich seither, haben die wohl die Beeren, die verspäteten seltenen Enzian und die anderen Bergblümchen gesehen?

Nach 2 ½ Stunden stetigem Aufwärtslaufen erreichten wir die Limbergalm. 

Von dort aus sah der Schattberg so nah aus und trotzdem war er noch immer eine Stunde entfernt. Nachdem ich auch das letzte Stück geschafft hatte und wir auf dem Berg oben angekommen sind war ich ein ganz klein wenig stolz, dass ich das geschafft habe ohne groß zu jammern, ich ach so armes untrainiertes Veronika.

Nun verrate ich noch den Höhenunterschied.

VorderglemmJausern ist auf 928 m über Meer

Schattberg Ostgipfel ist 2018 m über Meer

Da ist es nicht verwunderlich, dass es immerwährend nur aufwärts geht, und zwar manchmal wirklich steil.

 

Zwölferkogel – Aufstieg auf den Hohe Fenhab

 

Ganz kurz – mit der Gondelbahn gondelten wir auf den Zwölferkogel und dies auf Anraten des Mountainbike-Verantwortlichen vom Hotel Interstar.

Er sagte uns, ein Aufstieg auf den Hohe Fenhab sei wirklich anstrengend und sehr steil, aber wenn wir dann oben seien sei es wunderschön, es lohne sich diese Anstrengung auf sich zu nehmen. Das haben wir getan, das heisst, ich mit meinem langsamen Tempo, aber mein Mann mit seinem forschen Schritt. Ich war froh, dass eine Familie in gemächlichem Tempo vor mir war.

Ab und zu schaute ich nach oben und staunte über meinen Mann, der kletterte den Berg hinauf wie wenn er das oft tun würde.

Ober erwartete er mich mit der offenen Getränkeflasche. Ich war im ersten Moment nicht in der Lage etwas zu sagen, ich war außer Atem und mein Puls raste.

Nachdem ich verschnauft hatte konnte ich erst das wunderschöne Panorama genießen.

Nach mir erreichten zwei Holländer den Gipfel – die Zungen fast am Boden.

Sie sanken auf die Knie, verneigten sich immer wieder und jubelten, wir haben es geschafft.

Nachdem ich die Beiden gesehen habe, dachte ich bei mir – meine Kondition ist wohl doch nicht so schlecht wie ich dachte, denn so kapput wie die Zwei habe ich mit Sicherheit nicht ausgeschaut. Mein Herzschlag beruhigte sich schon nach kurzer Zeit.

Wir sind dann den Panoramaweg gelaufen, zurück auf den Zwölferkogel.

 

Eisriesenwelt – erreichbar über eine steile Seilbahn

 

Dieser Ausflug in die Höhen der Bergwelt bleibt mir in schönster Erinnerung. Ich habe meine Höhenangst bekämpft und überwunden. Alle Anstrengung und das bekämpfen der vorhandenen Angstgefühle, haben sich schlussendlich gelohnt. Die Eisriesenwelt ist es wirklich wert, vorhandene Ängste zu bekämpfen, überwinden, von sich fortzuschieben. Die Eisriesenwelt ist unbeschreiblich schön. Leider ist es verboten in der Eishöhle Fotos zu machen.

 

Als wir uns auf den Weg machten um die Eisriesenwelt zu besuchen, hatten wir keine Ahnung was uns erwartet.

Natürlich, wenn man an Eis denkt, dann weiß man, dass das im Berginneren sein muss, aber es ist für einen Laien unvorstellbar wie hoch man in die Alpen gehen muss um dahin zu gelangen.

Als wir in Werfen ankamen staunten wir über die gute Beschriftung, es ist unmöglich den großen Parkplatz zu übersehen. Von dort gelangt man mit Bussen zur Talstation der Drahtseilbahn. Wir waren zu einem ungünstigen Zeitpunkt bei der Talstation und mussten ziemlich lange warten bis wir zur Seilbahn kamen. Ich war nervös und je näher wir der Seilbahn kamen, desto mehr schwitzte ich und mein Puls schlug extrem schnell. Ich habe eine fürchterliche Angst in Seilbahnen. Als ich nun die Seilbahn von der Nähe sah, die uns zur Eisriesenwelt hinauf bringen sollte, verkrampfte sich in mir alles. Die Drahtseilbahn ist eine kleine Gondel in der nur wenige Personen Platz haben. Mein Mann weiß, dass ich in solchen Bahnen Angst habe, darum schäkerte (scherzte) er mit mir um mich abzulenken. Es ist ja klar, dass ich mir gegen außen nichts anmerken lasse, es wäre mir peinlich wenn jemand sehen würde was für ein Angsthase ich bin. (oder war)

Beim Einsteigen in die Gondel gelang es mir mich in der Mitte zu platzieren, ich hielt mich an der Stange fest und schloss meine Augen zu kleinen Schlitzen. Dank der dunklen Sonnenbrille merkte dies außer meinem Mann niemand. Die Gondel fuhr los und nun hingen wir in der Luft. Da ich ein neugieriger Mensch bin und die Neugierde die Angst ein wenig verdrängte, wagte ich es ab und zu hinaus zu schauen. Es ging senkrecht nach unten oder senkrecht nach oben. Ich fand hinaus, dass wenn ich nach oben schaue, ich weniger Angst habe. Außerdem bemerkte ich, dass weitere Personen ängstlich und angespannt waren.

 

Auf zur Eishöhle

 

Nun mussten wir noch eine Weile zu Fuß bis zum Eingang der Eishöhle gehen.

Beim Eingang der Berghöhle wartete schon ein Guide (Führer) auf die nächste Gruppe. Wir erhielten Instruktionen wie: Fotografieren verboten, Kopfbedeckung beim Eintreten der Höhle festhalten, da sonst ein heftiger Windstoss uns dieselbe wegblasen würde, jede/r Zweite eine Karbidlampe tragen werde um die Eishöhle zu beleuchten und die Treppenstufen zu sehen. Er sagte, dass die Führung ungefähr 1 ½ Stunden dauern würde. Vorgängig wurde uns gesagt, dass man gute Schuhe anziehen soll und warme Kleidung dabei haben sollte. Wir sind ja nicht blöd, es war uns ja klar, dass Eis kalt ist.

Es ist kaum vorstellbar, aber es hatte Leute die trugen dünne gewöhnliche Straßenschuhe und nur einen einfachen Pulli, keine Jacke! Eine Person hatte noch ihren kleinen Hund dabei. (persönliche Meinung – das sollte verboten werden, Tiere in so eine Höhle mit hinein zu nehmen)

 

In der Eishöhle

 

Der Guide hatte recht, was den Windstoss betrifft. Einem Herrn vor uns flog der Hut auf und davon.

Direkt nach dem eintreten in die Eishöhle kam man ins Staunen. Es ist unbeschreiblich schön, aber kalt wie im tiefsten Winter.

Nun marschierten, stiegen wir der Höhle entlang immer höher. Erstaunlicherweise hatte ich nie auch nur ein klein wenig Angst, denn es ist dunkel in der Höhle. Die Dunkelheit wird nur von den Karbidlampen des Guides und uns erhellt. Manchmal sah man weiter weg das Licht der anderen Gruppe, die vor uns in die Höhle gegangen ist. Durch die Dunkelheit konnte ich nicht in die Tiefe sehen, darum hatte ich keine Angst.

Die Farben des Eises, durch die Beleuchtung unsere Lampen, war unbeschreiblich schön. Es ist unmöglich so was in Worte zu fassen. Das muss man einfach selber anschauen und erleben.

Die Zeit verging wie im Flug, wir konnten es kaum fassen, dass 1 ½ Stunden so schnell vorüber gehen können.

Wir waren im Höhleninnern den Berg hinauf gestiegen über ganz viele Treppenstufen und wieder hinunter auch über viele Treppenstufen. Die Betreiber der Höhle haben das supergeschickt angelegt, es ist ein richtiger Rundgang im Berginnern.

Als wir nach draußen kamen wussten wir nun, dass der Guide uns keine Märchen erzählt hatte, betreffend des Windes beim Ein- und Ausgang der Höhle. Der Wind pfiff uns ganz gewaltig um die Ohren beim Austritt, aber richtig draußen empfing uns die warme Sonne.

Kleines Ärgernis war die Dame mit dem Hund. Das Tier schlotterte schon nach kurzer Zeit und sie musste ihn immer wieder auf den Armen tragen, weil der kleine Hund nicht gewohnt war so viele Treppenstufen zu erklimmen. Das zwang die Gruppe immer wieder auf besagte Dame zu warten. Außerdem lenkte sie so immer wieder die Aufmerksamkeit auf sich.

Über die, die sich zuwenig warm angezogen hatten braucht man keine Worte zu verlieren, die drängten dann schon, damit es wieder vorwärts ging.

 

Abwärts mit der Drahtseilbahn fast ohne Angst

 

Ich bin trotz Angst mit der Seilbahn hinauf gelangt, nun musste ich halt auch wieder runter. Das war mir absolut bewusst. Ich wagte es sogar in der Wartestation zu fotografieren, natürlich immer mit einer respektablen Distanz zum Abgrund.

Ich glaube für Menschen mit Höhenangst wäre ein Ausflug in die Eishöhlenwelt eine Tipptoppe Therapie. Jedenfalls für mich war das recht heilsam, mich dünkt dass ich mutiger geworden bin und dass das Angstgefühl weniger stark geworden ist.

 

Hier sind nun ein paar Fotos und natürlich ein Link zur Eishöhlen Homepage

 

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Klick aufs Foto zum Vergrößern

 

 

 

 

Deutlich ist zu sehen wie steil es nach unten geht

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So klein ist die Gondel und rechts sieht man die Tragseile die diese Gondel zuverlässig tragen

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Links sieht man ganz klein die Gondel der Drahtseilbahn – sie ist nur ein kleiner Tupfer in der Berglandschaft

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Die Aussicht ist wunderschön

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Links ist das Fischerhüttli von Saalbach – da haben wir oft ein Bierli getrunken

 

 

Rechts ist eines der vielen wunderschön und mit viel Liebe geschmückten Häuser vom Salzburgerland

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© by Veronika Schneider